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Die Gallikapelle
 
Bischof Rotho, der Nachfolger Bischof Meinwerks, weihte diese am 16.9.1043 zu Ehren des hzl. Bekenners Gallus ein, den die Benediktiner sehr verehrten.

Die Steinkistengräber, die man in Borchen und Umgebung in großer Anzahl findet, sind ein Beleg dafür, dass in dem heutigen Gebiet von Borchen bereits 2000 vor Christi Mengschen gesiedelt haben. Seit dieser Zeit war der Borchener Raum bewohnt. Urkundich erwähnt wird Borchen als Ort jedoch erst 1024 in der „Vita Meinwerci“ Patherbrunnensi civitate pertinente ecclesiam construere con cessit: (....) ubi postmodum a beate memorie Wolfgang ecclesia lapidea constructa episcopus Rotho, successor episcopi Meinwerci, anno dominice incarantionis MXLIII, XCVII, kal. Nov. ( nach heutiger Rechnung 16.09.1043) in honore sancti Galli confessionis Christi eam dedicavit.“ Bischof Meinwerk erlaubte 1024 den Bewohnern von Südborchen, die zur Pfarrei der Marktkirche Paderborn gehörten, eine Kirche zu errichten. Hier wurde später von Abt Wolfgang eine steinerne Kirche erbaut. Bischof Rotho, der Nachfolger Bischof Meinwerks, weihte diese am 16.9.1043 zu Ehren des hzl. Bekenners Gallus ein, den die Benediktiner sehr verehrten.

Im Jahre 1043 erhielten die Borchener also ihre erste steinerne Kirche. An der Stelle, auf der dieses Gotteshaus stand, steht heute die Gallikapelle. Wer einmal die Gelegenheit hat, die Gallikapelle von innen zu sehen, sollte auf das Loch an der rechten Seite des Altares achten. Man kann an der Rückwand dieser Höhlung deutlich das Profil eines Gewölbes erkenne. Dieses stammt wahrscheinlich von dieser ersten Steinkirche.

Doch schon bevor diese Kirche erbaut wurde, stand an derselben Stelle oder doch zumindest in deren unmittelbarer Nähe eine Holzkirche die 1024 errichtet wurde. Bis zu diesem Jahr mußten die Borchener als Kirchgang jeden Sonntag eine kleine Wallfahrt vollbringen und zur Marktkirche nach Paderborn pilgern Diese war früher, als sie noch vor den Toren Paderborns stand, für das ländliche Gebiet zuständig, das im Zuge der Missionierung der Sachsen 776 bei dem großen Feldzug Karls des Großen christianisiert wurde.

Für die Borchener muss die Einweihung eine große Ehre gewesen sein, denn es war die erste Steinkirche in der Paderborner Umgebung. Einen eigenen Priester gab es hier vorläufig jedoch nicht. Die Messen wurden von Mönchen des Abdinghofklosters gelesen. Unter den vielen Schenkungen von Bischof Meinwerk an das Kloster, das er 1015 stiftete, befanden sich nämlich auch Teile Borchens, für dessen Seelsorge nun ebenfalls Abdinghof verantwortlich war.

Als in Deutschland die Hohenstaufen an die Macht kamen und Abt Berhard von Clairvaux zum 2. Kreuzzug aufrief, verschwand der Name Sudburgnon aus den Chroniken. An seine Stelle traten die Namen Burgnon, Butenen, Unnenscare, Nordburgnon und Alfonon. Sudbugnon muß also zwischen den Jahren 10423-1146 in diese kleinen Orte (Weiler) zersplittert sein.

Die Gallikirche gehörte nun zum Dorf Burgnon. Als Gegenleistung für die Seelsorge mußten die Bewohner den zehnten Teil ihren Einkommens als steruern an das Kloster zahlen. Für diese Angaben, die hauptsächlich aus Getreide bestanden, wurde eine sogenannte Zehntscheune errichtet, die in der Gegend der heutigen Post gestanden haben muß.

1146 bestätigte Papst Eugen der Dritte dem Kloster Abdinghof den Besitzut Burgnons mit der Kirche, den Besitz von Butenen, Unnenscare, Nordburgnon und Alfonon. 1182 wird diese Bestätigung von Papst Lucius erneuert.

1268 wir zum ersten Mal Kerckborchen mit der Michaelskirche erwähnt.

Die Gallikirche wurde vernachlässigt und zerfiel immer mehr. Im dreißigjährigen Krieg wurde auch Kirchborchen zum Spielball der dämpfenden Länder, mal den von den Katholischen, mal von den Protestanten erobert und ausgeplündert. 1636 wütete hier eine pestartige Krankheit. Vom 16.05.-17.11.1636 starben in Krichborchen allein 197 Menschen an der Krankheit. In der Kirchengemeinde Borchen waren es 461 Tote. In ihrer Not gelobten die Einwohner Borchens, ma Tage des hl. Vitus eine Prozession durchzuführen und zwar am 15. Juni, bzw. am folgenden Sonntag. Sie sollte zu den Fundamenten der Gallikriche führen, die in den letzen Jahren immer mehr verfallen war. Alle Bewohner sollten an der Prozession teilnehmen, mit Ausnahme der Alten, Kranken und kleinen Kinder. Wer nicht mitging, sollte 1 Pfund Wachs spenden, außerdem gab jeder ein Almosen. Menschen und Tiere sollten bis zum Ende der Feierlichkeiten nüchtern bleiben.

1663 wurde die heutige Gallikapelle mit Hilfe eines Darlehens des Klosters Abdinghof an der Stele der alten Gallikirche erbaut. Weil es seit 1655 keinen Wioehbischof in Paderborn gab, wurde die Gallikapelle erst 61 Jarhen nach deren Erbauung von Abt Pantaleon geweiht.

1811 wurde die Gallikapelle ausgebessert. Man stellt dort einen Altar aus der Alexiuskapelle zu Paderborn auf.

Seit einigen Jahren finden wieder regelmäßig Andachten in der renovierten Kapelle statt und einmal im Jahr am Sonntag nach dem Fest des hl. Vitus feiert die ganze Gemeinde Festgottesdienst an der Kapelle.

 
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